Wie meine Oma zu Kunst wurde

Peer Böhm / artconnection

Eine dieser wunderbaren Geschichten, wie sie auch immer wieder gerne im und mit dem Internet geschehen.

Vor einiger Zeit hatte die Bundeskunsthalle, im Rahmen der Ausstellung „The Playground Project“ einen Instagram-Wettbewerb veranstaltet. Spielplätze sollten fotografiert werden – ich bloggte darüber.

Beim kramen in alten Fotos fand ich eins von meiner Oma aus den 1970er Jahre, wie sie auf einer Rutsche saß und ihr Gesichtsausdruck verrät, dass sie da wohl auch richtig Spaß hatte. Ich hatte das Foto bei Instagram gepostet und Peer Böhm meldete sich bei mir, um zu fragen, ob er das malen dürfe. Peer kenne ich nicht sehr gut, aber dafür schon relativ lange, aus den guten alten museum für verwandte kunst-Zeiten. Ich fühlte mich natürlich sehr geehrt und sagte ihm zu. Wenige Tage später schickte er mir ein Foto seines Bildes per Mail und ich war entzückt. Er schrieb dazu, dass er es bei der artconnection anbieten wolle. (Bei der einmal jährlich stattfindenden artconnection stellen verschiedene Künstler kleinformatige Arbeiten aus, die direkt von der Wand, zu einem einheitlichen Festpreis gekauft werden können. Die Hälfte des Geldes wird für einen guten Zweck gespendet.)

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Autos im Museum

PS - ich liebe Dich

Seit Mai habe ich also diesen Traumjob: Für den Instagram-Account wdr3_im_museum mache ich die Storys. Jede Woche besuche ich in NRW eine Ausstellung und bastel dazu eine kleine Story. Ich komme in Museen, in denen ich noch nie war und sehe ziemlich viel fabelhafte Kunst.

Welche Ausstellungen ich besuche, hängt von mehren Parametern ab: ich mache Vorschläge, öffentlich rechtliche Dinge spielen eine Rolle, die Entscheidung fällt dann immer in Absprache mit der Onlineredaktion. Bei meinen Vorschlägen spielen persönliche Vorlieben eine Rolle, aber auch, was zu sehen ist. Kleinteilige Flachware hinter Glas hat immer geringere Chancen, als Skulpturen, Installationen oder Großformatiges.

Auto TürgriffBei der Ausstellung „PS: Ich liebe Dich. Sportwagen-Design der 1950er bis 1970er Jahre“ im Kunstpalast dachte ich: Super, da kann man schön die Formen abfilmen, die Lichreflexionen. Was ich nicht bedacht hatte war, dass in den schön auf Hochglanz polierten Autos sich nicht nur das Licht, sondern auch die Frau mit der Handykamera spiegelt. Und ausgerechnet diese Ausstellung, die mich inhaltlich relativ wenig interessierte, hat sich nachhaltig in meinem Kopf festgesetzt, so sehr, dass ich hier darüber schreibe.

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Liebe Theater auf Instagram,

theaterwelten inszeniert L’elisir d’amore

es ist sehr schön, dass ihr da seid, aber …

Wir kennen nun bestimmt jeden Winkel hinter den Kulissen Eures Hauses. Den Kostümfundus, den kleinen Flur hier, die Treppe dort hinten, die Garderoben, die Maske, die Werkstatt, die Kantine – halt, es gibt definitiv zu wenig Kantinenfotos!

Wir verfolgen in der Maske die Verwandlung von Schauspieler NN in Figur XY  im Zeitraffervideo, den Bühnenbildauf- und abbau,  – gerne auch im Zeitraffervideo (ich gebe zu, Zeitraffervideos haben immer was faszinierendes, eigentlich egal was zu sehen ist). Wenn man so ein unglaubliches Bühnenbild wie beispielsweise die riesigen Laufbänder zu den Räubern im Residenztheater hat, kann man das natürlich mal exzessiv abfeiern, wenn nicht, wäre eine richtige Geschichte zum Bühnenbild interessant, aber dann bitte mit Anfang, Mitte und Ende, über die Konzeption, den Entstehungsprozess, Materialien, O-Töne vom Gestalter und den Bühnenarbeitern, da gliedern sich dann auch geschmeidig Auf- und Abbau ein.

Wir sehen das eine oder andere Probenfoto (bei den großen Institutionen eigentlich selten), Szenenfotos, oft die perfekten offiziellen, mit Hinweisen zu Spielterminen (Reklametafeln).

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Warum ich mit Snapchat nicht warm werde

Snapchat

Das liegt zum einen an meiner alten Möhre = Smartphone. Das ist langsam, träge, hat mit allem Probleme, was mit Video zu tun hat (Vine … 🙁 ), verschluckt sich bei den Snaps, überspringt immer mal eins, zeigt dann plötzlich eins vom vorigen Snapper und versteht nicht, dass da Videos laufen, d. h. das Display will sich zwischendrin abschalten und wenn ich dann drauftippe, um es wach zu halten, springt es natürlich zum nächsten Snap – den ich ja nicht wiederholen kann.

OK, das sind jetzt meine technischen Hürden. Dennoch.
Ich finde da nicht sehr viel, was mich wirklich interessiert und was wirklich spannend gemacht ist. Jemandem zuzuhören, der statisch geradeaus in die Kamera abendfüllende Vorträge hält – aber das in 12 Sekunden Häppchen, was immer ein bisschen schluckaufig wirkt, nein. Dann macht doch lieber ein ganzes Video, zeigts bei Youtube und bindet es sonstwo ein.

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Berlin 2016 – Schlüsselerlebnisse mit VR und Performersion

Acht Tage Berlin – und die re:publica ist mir seltsam blass in Erinnerung. Natürlich war es wieder grandios, die ganzen Menschen zu treffen, die man den größten Teil des Jahres nur über Twitter oder Facebook erlebt.

Und obwohl die re:publica inzwischen so groß ist, das Programm fast unüberschaubar vielfältig, war erstaunlich wenig dabei, was mich persönlich brennend interessiert. Vielleicht habe ich aber auch nur wieder die Superkraft bewiesen und die Sessions ausgelassen, die die knallermäßigsten waren. Waren da überhaupt knallermäßige? Im Nachgang habe ich auch nichts mitbekommen, was mich unbändig bedauern ließe. Ich habe mir jetzt noch ein paar Videos angeguckt. Snapchat für Erwachsene ist sehr amüsant. Joshua Arntzen ist ein cooler Typ, der die Marketing-SocialMedia-„Alten“ im Saal recht hilflos erscheinen ließ. Gunter Dueck ist auch mal wieder eine Wucht, wie er uns allen mit Cargo Cult auf seine unnachahmlich niedliche Art gehörig den Kopf wäscht.

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Theater und Netz 2016 – nicht Fisch, nicht Fleisch

Theater und Netz, Bloggercafé

In den letzten beiden Jahren habe ich die Konferenz Theater und Netz, die von der Böll Stiftung und Nachtkritik ausgerichtet wird, via Internet (Twitter- und Livestream) verfolgt. Für mich persönlich sind im letzten Jahr Theater und Netz noch enger zusammengewachsen, so dass ich diesmal die Konferenz unbedingt besuchen und vor Ort erleben wollte.

Aber leider war für mich war an dieser Konfernz so viel falsch.
Es begann schon im Vorfeld. Sehr lange gab es keinen fixen Termin. Für jemanden, der seine Reise (günstig) planen und u. U. Urlaub nehmen muss, wurde es irgendwann kribbelig. Ich habe mehrmals gequengelt und irgendwann hieß es dann, am 7. und 8. Mai. Das lag jetzt für mich relativ ungünstig zur re:publica. OK, es gibt Schlimmeres, als eine Woche in Berlin zu verbringen, aber meinen Urlaub würde ich eigentlich auch anders verbringen wollten, aber gut, mir war das wichtig und ich habe mich dafür entschieden. Ich dachte, wenn ich den ganzen Samstag auf der Konferenz bin (und schon mindestens 4 Konferenztage in den Knochen habe), kann ich am Sonntag früher zurück. Nachdem ich also alles gebucht hatte, hieß es dann plötzlich: Überraschung, Theater und Netz findet nur am Sonntag statt. Also habe ich meine Rückfahrt am Sonntag nach hinten verschoben und – natürlich kostenpflichtig – umgebucht. Das sind jetzt alles meine privaten Befindlichkeiten, aber in Sachen Organistion ist da noch Luft nach oben.

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Theater im Netz II – Bühnlein brillant nach Morgen in Katar

Morgen in Katar - verbeugen

Morgen in Katar ist abgespielt und wir begeben uns mit Bühnlein brillant sowohl auf Facebook, als auch im richtigen Leben in eine kleine Schaffenspause.

Ich hatte in meinem Beitrag zur Blogparade „Theater im Netz“ einen Nachbericht zu unseren SocialMedia Aktivitäten versprochen.

Aktuell haben wir auf Facebook jetzt 123 Fans (+ 14 in den letzten 2 Monaten), was in Anbetracht der Aktivitäten der letzten Monate ein bisschen frustrierend ist.
Die Gesamtreichweite in den letzten 28 Tagen lag bei 1.010 – wobei die Reichweite ja immer eine sehr theoretische Zahl ist.
Die Veranstaltungsseite zur Premiere hatte eine Reichweite von 3.684, die zur den zweiten zwei Aufführungen in Bergisch Gladbach 446, die zur Dernière in Essen 381.

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Theater im Netz – ein Laborbericht

Bei der Blogparade Theater im Netz, die ich mit Begeisterung mitverfolge, gibt es schon so viele Beiträge, bei denen ich laut „Ja! Hurra!“ rufen möchte und ich habe da eigentlich auch schon alle Aspekte, die mich zum Thema beschäftigen, gefunden.

Die Blogparade hat ja zwei Schwerpunkte oder Lesarten. Zum einen die Nutzung des Netzes ergänzend, begleitend und unterstützend zur Theaterarbeit und die inhaltliche Benutzung und Bearbeitung des Themas auf der Bühne.
Nach einem kleinen Austausch mit Marc auf Twitter habe ich mich entschlossen, etwas über mein kleines Laborexperiment zu schreiben.  Nämlich die Begleitung einer Theaterproduktion im Social Web.

Bühnlein brillant - Morgen in Katar - aus dem Proberaum

Bühnlein brillant – Morgen in Katar – aus dem Proberaum

Ich spiele seit über 15 Jahren Theater und seit gut 10 Jahren im Ensemble Bühnlein brillant – mit viel Herzblut und Engagement. Wie das bei freien Ensembles so ist, stemmen und finanzieren wir die komplette Produktion selber. Jedes Mitglied wird also multifunktional eingesetzt. Etwas ausführlicher habe ich das schon mal hier beschrieben.

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Identität und Selbsinszenierung

Mit fiel zur Blogparade über Anais Nin #ichbinnin nicht viel ein, was ich hätte beitragen könnte. Ich habe vor Urzeiten mal eins ihrer Tagebücher angefangen zu lesen, es dann aber bald wieder weggelegt. Hat mich nicht angefixt. Vielleicht der falsche Zeitpunkt. Ich wollte dann ein Foto machen, hatte auch eine Idee, es hat aber irgendwie nicht geklappt. Es kam dann „nur“ ein Selbstportrait für das portraitassignment_ka dabei raus.

 

Dann erschien der Beitrag von Wibke und hat mich sehr zum Nachdenken angeregt und inspiriert. Wibke schafft es sehr oft, das, was mir wie eine diffuse Wolke durch den Kopf schwurbelt, was eher ein unbestimmtes Gefühl oder Empfinden ist, präzise in in Worte zu fassen.

   
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Vine Typologie | Kochen / Musik / Mashups & Remixe

Kochvines/Food

Vine - Kochen und Musik

 

Wie in allen Sozialen Netzwerken ist auch auf Vine das Thema Food ein großes. #vinewhatyoucook, #6secondfood sind die Hashtags, denen man folgen kann. Kinderköchin, Trowel and Fork, Samantha sind meine Folgeempfehlungen. Bei Samantha gibt es auch immer noch einen Jazz-Song zum Rezept. Und den coolen #Tomatoman von der Niederländerin Steffie liebe ich über alles.

 

 

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