Marre Moerel – Food on the table

Marre Moerel gestaltete ein Geschirr, das komplett aus Abgüssen von Tierteilen und -organen besteht. Z. B. Kuhherzen, Schafshirn, Eingeweide, Bullenhoden, etc.

Marre Moerel Darmkaraffen

Der Begriff „Leberterrine“ erhält so eine ganz neue Bedeutung …

Meiner Meinung nach ist das ein extrem konsequentes Projekt. Warum nicht ein Steak von einem Leberteller essen? Warum nicht in einer Darmkaraffe oder Magenschale servieren, warum das Essen nicht mit einem Drüsen-Salzstreuer würzen? Ich sehe hier im Übrigen auch eine interessante Parallele zu dem „Pagen“ Projekt und den „Jejunum teapots“ von Maria Volokhova.

Marremoerel_divgefaesse2
Marremoerel_leberterrine
Marremoerel_divgefaesseMarremoerel_gedeck_1bMarremoerel_gedeck_2Marremoerel_gedwck2bMarre Moerel Hufkaraffen

Moerel gibt den Tieren einerseits Unsterblichkeit und sie konfrontiert uns Fleischfresser auf klare und unerbittliche Art mit unserem Tun, bzw. nicht Tun. Denn wer von uns wäre bereit ein Tier zu töten um es zu essen, wieviele essen gerne mal eine Hühnerbrust, finden einen kompletten Fisch oder ein Spanferkel aber „iiih“.
Andererseits erinnert sie uns an ganz ursprüngliche Verwendungsformen. Z. B. die Bota oder den Weinschlauch.  
Auch andere Teile des Tieres finden selbstverständliche Verwendung in Alltagsgegenständen, Leder, Elfenbein (ok, das ist politisch nicht mehr korrekt), Fell, Pelz, Wolle, Horn, etc. Dass eine Wurst(masse) im Darm verpackt wird ist, uns und auch nicht immer wirklich bewusst.

Marre Moerel Lampen 7594

 

Marremoerel_lampen_7448

Die Lampen aus zum Teil zusammengesetzten Paarhuferfüßen, die wie invertierte Schinken von der Decke hängen, sind  ein amüsantes Add-on.

Gesehen auf dem dmy11

Facebooktwittergoogle_plusredditpinterestlinkedintumblrmail

Flattr this!

Kommentar verfassen