Brutal schön – Design und Gegenwartsdesign

Ausstellungsplakat brutal schön, Marta Herford

In Sachen Kunststrudel habe ich in letzter Zeit einiges zu Esswerkzeugen gelesen und mir Gedanken darüber gemacht, wie Design unser individuelles und gesellschaftliches Verhalten beeinflusst, formt und/oder verändert. Und wie Design grundsätzlich das individuelle oder gesellschaftliche Verhalten ändern kann. Da fiel mir ein Hinweis zur Ausstellung Brutal schön – Gewalt und Gegenwartsdesign im Marta Herford vor die Füße und ich bin relativ spontan hingefahren.
Ich habe mir ehrlich gesagt in all den Jahren noch nie wirklich Gedanken über Gewalt und Design gemacht, aber klar, auch Waffen werden gestaltet. Und wenn Design das individuelle und gesellschaftliche Verhalten verändern kann, kann Design Gewalt forcieren, abmildern oder verhindern? Liegt am Ende der Weltfriede in den Händen von Designern? Mit diesen Gedanken fuhr ich nach Herford.

Continue Reading

Facebooktwittergoogle_plusredditpinterestlinkedintumblrmail

Flattr this!

Essen, (Kunst, Design) und Internet

Ende Juni wurden Anke von Heyl, Wibke Ladwig und ich – aka Die Herbergsmütter  – zum Twonnerstag in der Plastikbar  des Lehmbruck Museums eingeladen, um Vorträge zu halten.

 Wibke präsentierte eine Neuauflage Ihres re:publica Vortrags Decoding a book, Anke berichtete von unserem Kultur auf die Hand zum Internationalen Museumstag  und ich dachte mir, ich erzähle was über Essen, Kunst, Design und Internet – einem Thema, das mir am Herzen liegt und mit dem ich mich schon lange beschäftige.
Continue Reading

Facebooktwittergoogle_plusredditpinterestlinkedintumblrmail

Flattr this!

Mein ganz persönlicher Jahresrückblick 2011

Das erste Video aus Standbildern habe ich vor ca. 15 Jahren gemacht: Eine bezaubernde Liebesgeschichte zwischen einer Wandlampe und einem Toaster im 60er Jahre Look, was leider aufgrund fehlender Nutzungsrechte niemals veröffentlicht werden konnte.

Bei Wibke Ladwig  habe ich Ende letzten Jahres ein Jahrerrückblickvideo gesehen, und die Idee direkt mal geklaut.

Das ist also eine kleine  Auswahl von dem, was ich im letzten Jahr gesehen, gespielt, gestaltet, gemacht und besucht habe.

Die Musik ist vom fabelhaften Swi®l,der auch die farbfotos und Geschmackssachen der Fotokrüfen  vertont hat.

Facebooktwittergoogle_plusredditpinterestlinkedintumblrmail

Flattr this!

Kaffe- /Teegießkannen von Antonio Arico

Sehr amüsant finde ich die Gießkannen von Antonio Aricò, die sich als Tee- und Kaffekannen verkleiden.

Aricò montiert alte Tee- und Kaffeekannen mit den Ausgießern (Das heißt in der Fachsprache bestimmt anders) von Gießkannen und erstellt daraus neue Gußformen.

Porzellan arico

 

Porzellan_arico_754

„Wieso solle eine Gießkanne nicht die Form einer Teekanne annehmen können? Schließlich ist das Einschenken von Tee für Freunde bis zu einem gewissen Grad vergleichbar mit dem sorgsamen gießen von Pflanzen“ *

Erhältlich hier http://www.garagedesign.it
* aus dem Katalog „International Design Festival Berlin 2011

 

Facebooktwittergoogle_plusredditpinterestlinkedintumblrmail

Flattr this!

Wasser- und Weinkaraffe Tria von Ricardo Páramo Peláez

Schlicht, formschön, gut handhabbar. Die zwei Öffnungen ermöglichen ein leichtes Einfüllen und Einschenken. Die Karaffe ist auch waagerecht befüllbar. Durch die teilweise handwerkliche und industrielle Herstellung ist jedes Stück ein Unikat und bekommt einen besonderen Reiz durch unterschiedliche Wandstärken.

Ricardopelaez

Ricardo Páramo Peláez sucht übrigens noch einen Produzenten!

Gesehen auf dem Designfestival Berlin 2011.

Facebooktwittergoogle_plusredditpinterestlinkedintumblrmail

Flattr this!

#Passagen – Lesikon

Zum Schluss nochmal die Erwähnung eines meiner persönlichen Highlights: Die Präsentation des „Lesikon der visuellen Kommunikation“ (Hermann Schmidt Verlag) von Juli Gudehus bei Schaden.com

Juli Gudehus hatte jede einzelne der 3.000 Seiten an die Wand geklebt, was dieses wahnwitzige und beeindruckende Projekt, in dem 9 Jahre Arbeit stecken, sehr deutlich abbildet.

Lesikon_1

Ich habe mich sehr gefreut, Juli endlich mal persönlich kennengelernt zu haben, bin ich doch schon lange ein Fan Ihrer Arbeit und beneide sie nun auch noch um diese sensationellen Stiefel.

Lesikon_3
Facebooktwittergoogle_plusredditpinterestlinkedintumblrmail

Flattr this!

Möbelmesse imm – Hochschulen

Sehr erfrischend war dann die Präsentation der Hochschulen, die ich dank des Tipps von Thomas Kümmel hartnäckig gesucht und schließlich am Katzentisch der Messe auch gefunden habe.
Hier fiel als erstes die Lust am Präsentieren auf: Beeindruckend der Stand nur aus Zollstöcken und Kabelbindern gebaut (Fachschule für Holztechnik Hamburg), der komplett mit Gurtbändern vernetzte (hfg Offenbach), oder der Stand der HFT Stuttgart, wo sich der Studiengang Innenarchitektur selbstironisch als „Kissenknicker“ präsentierte (Ich wusste gar nicht, dass Innenarchitekten mit diesem Vorurteil zu kämpfen haben). Das Logo war mit Kreuzstich an die Wand gestickt, Präsentationsflächen waren Kissen mit Knick auf denen die Produktnamen ebenfalls eingestickt waren.
Die KISD vernetzte sich mit Videobändern.

Hochschulen_zollstock_1Hochschulen_kissenknicker_2Hochschulen_kissenknicker_1Hochschulen_kissenknicker_3Hochschulen_stand_1Hochschulen_stand_2Hochschule_kisd

Die FH Mainz präsentierte Semesterarbeiten zum Thema Beton. Besonders interessant das modulare Wandpaneel „Punktus“ mit LED-Einsätzen, was wie weiche Kissen wirkt und als Antwort auf den Rollrasen,  der Rollbeton.

Beton_1Beton_2

Bei der Burg Giebichenstein hat mir der  Comfy Cargo Chair von Stephan Schulz gut gefallen (Schon wieder Draht).  Der Sessel ist ein Angebot für die kreative Befüllung seitens des Benutzers.IMG_7206

Ein weiteres Beispielt für kreative Reste-, Zweitverwerung/Recycling ist die Ordnerleuchte von  Anna& Isabelle Löhn

ordnerlampe


Sehr schön auch der wortwörtliche SCHREIBtisch mit Stuhl – als riesiger Schreibblock (Hochschule Ostwestfalen-Lippe)

Schreibtisch

Die Hyupsung University, South Korea präsentierte erst gar keine Produkte (Vielleicht sind die beim Zoll hängengeblieben?) sondern nur einen Stapel mit Broschüren und hat die kompletten Standfläche mit Post-It beklebt.

Hochschulen_stand_korea
Facebooktwittergoogle_plusredditpinterestlinkedintumblrmail

Flattr this!

Möbelmesse imm – Nachtrag Lampen, D3 Contest

Ehrlich gesagt finde ich die Möbelmesse langweilig. Durch das gefühlt größte Möbelhaus der Welt zu laufen um das 3654. Sofa oder die 5463. Schrankwand zu sehen … nö. Deshalb habe ich mich auf die Design Talents konzentriert und das war … mmmh … auch langweilig. Die im Messebooklet vollmundig angekündigte Avantgarde habe ich nicht gefunden.
Einzig die Lampen von Heike Buchfelder haben mich angesprungen. Steh- und Hängelampen aus (nach veterinärmedizinischen  Maßstäben gereinigten und zertifizierten) Gänse- und Hahnenfedern.

Plumacubic_2Plumacubic_3

Beim dem vom Rat für Formgebung kuratierten D3 Contest ist mir wiederholt aufgefallen, dass es wieder verstärkt Drahtmöbel gibt, die mich immer an Gartenmöbel aus den 60er Jahren erinnern (Was nicht schlimm ist). Z. B. Tische von Linn KandelSchwab/Panther oder der Stuhl von Eléonore Nalet.

LinnkandelNaletSchwab-panther_1

 

Facebooktwittergoogle_plusredditpinterestlinkedintumblrmail

Flattr this!

#Passagen Nachtrag – Slow glow lamp | Droog

Media_httpwwwdroogcom_iqidw

Im Droog-Shop, der für die Dauer der Passagen auf der Venloer Straße aufpoppte, hat es mir die Fettlampe Slow glow lamp angetan. Ein Erlenmeyerkolben ist mit pflanzlichem Fett gefüllt. Im kalten, festen Zustand ist das Fett weiss. Je länger die Lampe an ist und je mehr Wärme entsteht, verflüssigt sich immer mehr von dem Fett und es wird gelblich. Somit ändert sich sehr langsam die Lichtfarbwirkung.

Was ich mich frage ist, wieviel Sauerei ist es, wenn man das Leuchtmittel mal austauschen muss, denn für 395 EUR sollte das kein Einwegprodukt sein.

Edit, 22. Februar 2013: Inzwischen arbeite ich für Neue Objekte und habe hautnah mit der droog Kollektion zu tun. Das Leuchtmittel der Slow glow lamp steckt in einer Glasröhre und hat natürlich keinen Kontakt mit dem Fett und kann ohn eweiteres ausgewechselt werden.

Facebooktwittergoogle_plusredditpinterestlinkedintumblrmail

Flattr this!