Marre Moerel – Food on the table

Marre Moerel gestaltete ein Geschirr, das komplett aus Abgüssen von Tierteilen und -organen besteht. Z. B. Kuhherzen, Schafshirn, Eingeweide, Bullenhoden, etc.

Marre Moerel Darmkaraffen

Der Begriff „Leberterrine“ erhält so eine ganz neue Bedeutung …

Meiner Meinung nach ist das ein extrem konsequentes Projekt. Warum nicht ein Steak von einem Leberteller essen? Warum nicht in einer Darmkaraffe oder Magenschale servieren, warum das Essen nicht mit einem Drüsen-Salzstreuer würzen? Ich sehe hier im Übrigen auch eine interessante Parallele zu dem „Pagen“ Projekt und den „Jejunum teapots“ von Maria Volokhova.

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Maria Volokhova

Zum ersten Mal aufgefallen sind mir die Arbeiten von Maria Volokhova auf den Passagen 2011 in Form ihrer „Darm-Teekannen“. Inzwischen weiss ich, dass es davon eine ganze Serie gibt und dass die Biester „Jejunum teapot“ heissen.

Maria Volokhova Schafskopf

Volokhovas Antrieb sind die „Inneren Welten“ des Menschen. Sie „arbeitet mit der psychoanalytischen Betrachtung von inneren Körperorganen“ – was immer das bedeutet – es gefällt mir. Sie transportiert die Handlung des Essen, die Nahrungsaufnahme mit ihrem Ritualen in die Gegenstände, die Teil der Handlung sind. Sehr großartig ist hier die Arbeit „Pagen“.

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