Passagen 2015 – Tag 1: Innenstadt und Belgisches Viertel

Seit 25 Jahren finden in Köln parallel zur Internationalen Möbelmesse die Passagen statt. In der ganzen Stadt sind an unterschiedlichsten Locations Design-Produkte, Möbel, Wohnaccessoires zu sehen.

Mein erster Weg führte mich ins Belgische Haus, aka Belgisches Generalkonsulat,  wo 24 Designer aus Brüssel unter dem Titel „Mad about Living“ ausstellen. Der Kontrast könnte nicht größer sein: Das Haus hat ein elegantes und stilvolles in Art Deco Interieur und die Ausstellung befindet sich in einer komplett abgerockten Baustelle. Roher Boden und teilweise aufgerissene Wände. Schöne Idee: Auf dem Boden ist in türkis der Grundriss einer Wohnung aufgezeichnet, auf den Wänden Türen und Küchenzeile.
Besonder gut gefielen mit die Lampen The Lovers von Frederik Delbart und das Bett Le lit (was sicher nicht für Bandscheibengeschädigte geeignet ist) von Linda Topic und Antonin Bachet.

[Im September 2015 soll das Generalkonsulat geschlossen werden. Was dann mit dem Haus geschieht ist bis jetzt noch unklar]

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Dicke Möbel – von Milena Krais

Die Serie Deform spielt mit Körperverformungen. Trotz der massiven Veränderungen, haben die Sitzmöbel durch die feingestrickte Oberfläche und die Farbgebung einen ästhetischen Anspruch. Dieser soll den Widerspruch  zwischen Schönheit und Hässlichkeit in Frage stellen und dazu anregen, sich vom Zwang des Körperkults zu lösen *
Ich habe diese adipösen Möbel – vielleicht auch wegen der „Eisdielenfarben“ – gleich in mein Herz geschlossen.

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www.milenakrais.de

* Aus dem Ausstellungskatalog „ International Design Festval Berlin 2011“

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Möbelmesse imm – Hochschulen

Sehr erfrischend war dann die Präsentation der Hochschulen, die ich dank des Tipps von Thomas Kümmel hartnäckig gesucht und schließlich am Katzentisch der Messe auch gefunden habe.
Hier fiel als erstes die Lust am Präsentieren auf: Beeindruckend der Stand nur aus Zollstöcken und Kabelbindern gebaut (Fachschule für Holztechnik Hamburg), der komplett mit Gurtbändern vernetzte (hfg Offenbach), oder der Stand der HFT Stuttgart, wo sich der Studiengang Innenarchitektur selbstironisch als „Kissenknicker“ präsentierte (Ich wusste gar nicht, dass Innenarchitekten mit diesem Vorurteil zu kämpfen haben). Das Logo war mit Kreuzstich an die Wand gestickt, Präsentationsflächen waren Kissen mit Knick auf denen die Produktnamen ebenfalls eingestickt waren.
Die KISD vernetzte sich mit Videobändern.

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Die FH Mainz präsentierte Semesterarbeiten zum Thema Beton. Besonders interessant das modulare Wandpaneel „Punktus“ mit LED-Einsätzen, was wie weiche Kissen wirkt und als Antwort auf den Rollrasen,  der Rollbeton.

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Bei der Burg Giebichenstein hat mir der  Comfy Cargo Chair von Stephan Schulz gut gefallen (Schon wieder Draht).  Der Sessel ist ein Angebot für die kreative Befüllung seitens des Benutzers.IMG_7206

Ein weiteres Beispielt für kreative Reste-, Zweitverwerung/Recycling ist die Ordnerleuchte von  Anna& Isabelle Löhn

ordnerlampe


Sehr schön auch der wortwörtliche SCHREIBtisch mit Stuhl – als riesiger Schreibblock (Hochschule Ostwestfalen-Lippe)

Schreibtisch

Die Hyupsung University, South Korea präsentierte erst gar keine Produkte (Vielleicht sind die beim Zoll hängengeblieben?) sondern nur einen Stapel mit Broschüren und hat die kompletten Standfläche mit Post-It beklebt.

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Möbelmesse imm – Nachtrag Lampen, D3 Contest

Ehrlich gesagt finde ich die Möbelmesse langweilig. Durch das gefühlt größte Möbelhaus der Welt zu laufen um das 3654. Sofa oder die 5463. Schrankwand zu sehen … nö. Deshalb habe ich mich auf die Design Talents konzentriert und das war … mmmh … auch langweilig. Die im Messebooklet vollmundig angekündigte Avantgarde habe ich nicht gefunden.
Einzig die Lampen von Heike Buchfelder haben mich angesprungen. Steh- und Hängelampen aus (nach veterinärmedizinischen  Maßstäben gereinigten und zertifizierten) Gänse- und Hahnenfedern.

Plumacubic_2Plumacubic_3

Beim dem vom Rat für Formgebung kuratierten D3 Contest ist mir wiederholt aufgefallen, dass es wieder verstärkt Drahtmöbel gibt, die mich immer an Gartenmöbel aus den 60er Jahren erinnern (Was nicht schlimm ist). Z. B. Tische von Linn KandelSchwab/Panther oder der Stuhl von Eléonore Nalet.

LinnkandelNaletSchwab-panther_1

 

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