Museumsperle: Die Puppentheater-Sammlung im Münchner Stadtmuseum

Puppen- und Figurentheater-Sammung, Münchner Stadtmuseum

In der Regel gehe ich doch überwiegend in Kunstmuseen- / Ausstellungen. Als ich neulich in München war, ging ich ins Stadtmuseum – weil ich unbedingt die Ausstellung „No secrets! – Bilder der Überwachung“  sehen wollte.

2002 habe ich im ZKM ctrl space gesehen und das hat mich nachdrücklich beeindruckt. Das Thema ist natürlich immer aktuell und die Aspekte ändern sich. Seit Edward Snowden und Julian Assange, NSA, Prism, Big Data, der fortschreitenden Digitalisierung und Social Media sowieso.

Die einzelnen Objekte und Arbeiten bei No secrets waren interessant, die Gesamtkonzeption der Ausstellung hat mich aber nicht überzeugt, weil sie sich wohl nicht so recht zwischen Dokumentation und künstlerischer Auseinandersetzung entscheiden konnte. Die Ausstellung ist zweigeteilt, einen weiteren Part gibt es in der Eres-Stiftung, leider hat sich mir das vor Ort nicht erschlossen, sonst hätte ich mir das auch noch sehr gern angeschaut.

Die echte Entdeckung – und Museumsperle – war für mich die umfangreiche Puppen- und Figurentheater- und Schausteller-Sammlung.

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Neueröffnung Kaiser Wilhelm Museum in Krefeld

Krähenzaun, Kaiser Wilhelm Museum

Nach sechsjähriger Schließung und vierjähriger Renovierungsphase und 17,7 Mio. EUR später, hat am 2. Juli das Kaiser Wilhelm Museum in Krefeld wiedereröffnet.

Dass diese Neueröffnung anstand habe ich vor einigen Wochen erfahren und es war nicht so leicht, an Informationen zu kommen. Erst hartnäckiges googeln brachte peu à peu einige Informationsstücke zusammen. Ich fand ein handvoll halbwegs aktuelle Artikel der klassischen Presse.
Aber als erstes denkt man ja eigentlich an die Website. Und dann findet man das:

kwm website text

Das der Text so erscheint, kann an meinem Browser liegen, kann aber auch sein, dass einfach eine falsche Codierung verwendet wurde.

Und da begann ich einen kleinen Rant zu schreiben.

Die Website der Kunstmuseen Krefeld scheint aus dem letzten Jahrhundert zu sein, sie ist mit Frames gebaut – ihr ahnt, wie alt sie sein muss. Kein Facebook, kein Twitter, kein Instagram. Bis man auf der Seite überhaupt mal das Impressum gefunden hat! Die Designerin und der Programmierer der Site haben quasi keine eigenen Webpräsenz und sind digital nahezu unsichtbar.
Aber hey, es gibt zwei (2!) kleine Flyer zur Wiedereröffnung, die als PDF im Newsletter (!) verlinkt werden.

Ich hoffe sehr, dass mit der Neueröffnung des Museums auch die digitale Präsenz eröffnet wird. Die Hoffnung stirbt ja zuletzt.

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Berlin 2016 – drei Ausstellungen, ein Theaterstück

 Manifesto

Von Manifesto hatte ich schon vor einiger Zeit gelesen und wollte es unbedingt sehen und hatte mir das für die Ruhrtriiiennale vorgenommen, aber als ich feststellte, dass es in Berlin lief, als ich dort war, bin ich natürlich sofort hin.
Es ist nicht so, dass ich ein ausgesprochenes Cate Blanchett Fangirl bin, ich mag sie, sehe sie immer gerne, aber wenn man mich gefragt hätte, in welchen Filmen sie gespielt hat, wäre mir spontan nichts eingefallen. Da musste ich dann peinlicherweise erst mal googeln. Aber ja klar: Indianer Jones, Elizabeth, Herr der Ringe, Babel, …

Nachdem ich nun Manifesto gesehen habe, bin ich absolut hingerissen von ihr. Man hat das ja nicht oft, dass man eine/n SchauspielerIn quasi zeitgleich in verschiedenen Rollen sieht. Zuletzt habe ich das in der Serie Black Orphan gesehen, großartig gespielt von Tatiana Maslany.

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Brutal schön – Design und Gegenwartsdesign

Ausstellungsplakat brutal schön, Marta Herford

In Sachen Kunststrudel habe ich in letzter Zeit einiges zu Esswerkzeugen gelesen und mir Gedanken darüber gemacht, wie Design unser individuelles und gesellschaftliches Verhalten beeinflusst, formt und/oder verändert. Und wie Design grundsätzlich das individuelle oder gesellschaftliche Verhalten ändern kann. Da fiel mir ein Hinweis zur Ausstellung Brutal schön – Gewalt und Gegenwartsdesign im Marta Herford vor die Füße und ich bin relativ spontan hingefahren.
Ich habe mir ehrlich gesagt in all den Jahren noch nie wirklich Gedanken über Gewalt und Design gemacht, aber klar, auch Waffen werden gestaltet. Und wenn Design das individuelle und gesellschaftliche Verhalten verändern kann, kann Design Gewalt forcieren, abmildern oder verhindern? Liegt am Ende der Weltfriede in den Händen von Designern? Mit diesen Gedanken fuhr ich nach Herford.

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Pralles Kulturwochenende in München

Meine Reise zum stARTcamp München wollte ich unbedingt mit einem Besuch der Louise Bourgeois Ausstellung „Strukturen des Daseins – die Zellen“ verbinden. Also rumpelte ich mit meinem kleinen Rollköfferchen am späten Freitagnachmittag holterdikapolter vom Bahnhof zum Haus der Kunst. Nachdem ich meinen Pröngel in ein Schließfach gequetscht, bzw. im Buchladen geparkt hatte und endlich in der Ausstellung stand, startete ich frohen Mutes die Ausstellungsapp, die ich mir schon vorab im heimischen WLAN installiert hatte, wohl wissend, dass ich mit der ganzen Twitterei an dem Wochenende mein Datenvolumen sprengen würde, es war schließlich fast Monatsende. Ich wollte also die Tour starten und  siehe da, weitere 35 MB mussten runtergeladen werden. Bei dem nicht so richtig tollen Netz im Haus, eine Qual. Also Abbruch. Da sich ja nun mein ganzes Gepäck an verschiedenen Ecken des Mueums befand, hatte ich auch kein Geld zur Hand, um mir den Audioguide zu leihen. Grummelnd habe ich das natürlich getwittert, etwas später hat sich das Haus der Kunst sehr nett bei mir gemeldet und wir haben das (hinter den Kulissen) diskutiert. [Das nur noch mal so zur Illustration für Außenstehende, wie cool Twitter ist!]  louise Bourgeois im Haus der Kunst

Also dann halt ohne medialen Support. Das ging allerdings sehr gut, da der kleine Ausstellungsflyer und die Ausstellung selber sehr gut betextet sind.

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Kunst- und Kulturmarathon in München

Haus der Kunst

Am letzten Novemberwochenende trafen sich die Macher der stARTconference und die Organisatoren der diversen stARTcamps in München, um sich besser zu vernetzen und um das Jahr 2013 zu planen.

Haus der Kunst

Die Kulturkonsorten hatten uns ein schönes Rahmenprogramm organisiert.
Am Freitag trafen wir uns im Haus der Kunst um eine Führung durch die Ausstellung „ECM — Eine kulturelle Archäologie“ zu genießen. Persönlich begrüßt vom Direktor Okwui Enwezor und begleitet von Anna D. Schüller fühlte ich mich gleich adoptiert von dem Haus, das Twitterer und Blogger gleichwertig behandelt wie Journalisten.
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