8 Minuten Kreativität

Ich schulde Anke noch 8 Minuten Kreativität. Sie hatte zur Neueröffnung ihres Blogs den ersten 10 KommentatorInnen eine kleine kreative Aufgabe zugeschickt und die liegt hier nun schon geraume Zeit.

Ich bekam von ihr 2 putzige kleine Leinwändchen mit meinen Initialien. Die sind alleine schon so hübsch, dass ich sie gar nicht verändern mag. Mir fiel dann ein, dass ich noch aus Urzeiten eine kleine Schmuckdose habe, die so ähnlich aussieht. Als ich die dann endlich rausgekramt hatte, stellte ich fest, dass sie natürlich ganz anders aussieht. 😉

LeinwändchenZur gleichen Zeit habe ich mir auf den Passagen ein „piep“ gekauft, was auch in so einer hübschen, kleinen quadratischen Dose verpackt ist. Und weil ich gerade über Vine und Anke über Instagram bloggte, widme ich mich nun hier dem analogen Quadrat. Ich bin einmal durch meine Wohnung gezogen und habe alles zusammengesucht, was quadratisch ist.

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Alte Liebe ministeck

Vor ca. 8 Jahren lernte ich Stephan Brenn auf der Party einer gemeinsamen Freundin kennen und wir verbrachten den Abend angeregt plaudernd auf einer Fensterbank. Stephan arbeitete zu der Zeit mit ministeck und für mich war das damals seit meiner Kindheit wieder die erste Begegnung damit. Wir sprachen darüber, dass ministeck analoges pixeln sei und erfanden dann an dem Abend so en passant die ministeckiade. 2005 fand sie dann statt – ausgerichtet mit meinem damaligen Geschäftspartnern von pixel pets.

Als wir im Vorfeld Leute ansprachen mitzumachen, waren die Reaktionen ähnlich wie meine auf der Party. Viele waren begeistert und erinnerten sich an ihre Kindheit, manche stöhnten auf, und beklagten die Fisselsarbeit und die damit verbundenen schmerzenden Fingerkuppen. Andere  beschworen in dem Zusammenhang ihre früheren Lieblingsspielzeuge Lego, Playmobil oder Fischer Technik 😉
Es gab kaum jemanden, der es gar nicht kannte oder nicht irgendeine Erinnerung damit verband.
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Kunst- und Kulturmarathon in München

Haus der Kunst

Am letzten Novemberwochenende trafen sich die Macher der stARTconference und die Organisatoren der diversen stARTcamps in München, um sich besser zu vernetzen und um das Jahr 2013 zu planen.

Haus der Kunst

Die Kulturkonsorten hatten uns ein schönes Rahmenprogramm organisiert.
Am Freitag trafen wir uns im Haus der Kunst um eine Führung durch die Ausstellung „ECM — Eine kulturelle Archäologie“ zu genießen. Persönlich begrüßt vom Direktor Okwui Enwezor und begleitet von Anna D. Schüller fühlte ich mich gleich adoptiert von dem Haus, das Twitterer und Blogger gleichwertig behandelt wie Journalisten.
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Marre Moerel – Food on the table

Marre Moerel gestaltete ein Geschirr, das komplett aus Abgüssen von Tierteilen und -organen besteht. Z. B. Kuhherzen, Schafshirn, Eingeweide, Bullenhoden, etc.

Marre Moerel Darmkaraffen

Der Begriff „Leberterrine“ erhält so eine ganz neue Bedeutung …

Meiner Meinung nach ist das ein extrem konsequentes Projekt. Warum nicht ein Steak von einem Leberteller essen? Warum nicht in einer Darmkaraffe oder Magenschale servieren, warum das Essen nicht mit einem Drüsen-Salzstreuer würzen? Ich sehe hier im Übrigen auch eine interessante Parallele zu dem „Pagen“ Projekt und den „Jejunum teapots“ von Maria Volokhova.

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Maria Volokhova

Zum ersten Mal aufgefallen sind mir die Arbeiten von Maria Volokhova auf den Passagen 2011 in Form ihrer „Darm-Teekannen“. Inzwischen weiss ich, dass es davon eine ganze Serie gibt und dass die Biester „Jejunum teapot“ heissen.

Maria Volokhova Schafskopf

Volokhovas Antrieb sind die „Inneren Welten“ des Menschen. Sie „arbeitet mit der psychoanalytischen Betrachtung von inneren Körperorganen“ – was immer das bedeutet – es gefällt mir. Sie transportiert die Handlung des Essen, die Nahrungsaufnahme mit ihrem Ritualen in die Gegenstände, die Teil der Handlung sind. Sehr großartig ist hier die Arbeit „Pagen“.

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25 Jahre Kunstbanane

Der „Bananensprayer“ Thomas Baumgärtel feiert noch bis zum 17.7.  sein 25-jähriges Bananenjubiläum mit einer wunderbaren Ausstellung im museum für verwandte kunst  in Köln. Die „Bananen-Wunderkammer bietet etliche Exponate, z. B. die erste Sprühschablone von 1986, „verkunste“ Stafanzeigen wegen Sachbeschädigung, einen Brief der Galerie Zander, in dem flehend darum gebeten wird, die von einem Anstreicher übermalte Banane auf der Fassade zu erneuern und vieles mehr.

Thomas Baumgärtel - Freiheit für die Kunst

25-jahre225-jahreBananewaechst

museum für verwandte kunst
Genter str. 6
50672 Köln
Tel +49.221.9321723
Do-So 15-18 Uhr

 

PS: Bei mir im Viertel gab es mal eine kleine feine Galerie, und die Hausfassade bekam eine Banane. Nun ist die Galerie weg und die Banane ziert jetzt einen T-Shirt Laden.  Somit ist die Banane nicht nur eine Markierung für Kunstorte, sondern auch – Achtung, jetzt wird es pathetisch – Mahnmal für verloren gegangene Kunstorte.

Eat-Art – hier irrt der Duden

Bei Duden-Online steht zum Begriff Eat-Art die Definition: Kunstrichtung, die Kunstobjekte als Gegenstände zum Verzehr produziert.“
Das ist aber nicht ganz richtig.
Der Begriff Eat-Art wurde Ende der 60er Jahre von Daniel Spoerri geprägt, als Bezeichnung für Kunst aus Essbarem, bzw. die Auseinandersetzung mit den grundlegenden Prinzipien der Ernährung. „Seine Kunst umfasst Objektkunst und Prozess-Kunst, denn der aufgeklebte Moment ist nur ein Aspekt eines Gesamtzyklus, zu dem Leben und Tod, Verwesung und Wiedergeburt gehören.“ (http://www.spoerri.at/daniel-spoerri.htm)
Zwar hat er tatsächlich auch gekocht und Bankette (als Kunst-Events) ausgerichtet, aber weder seine Fallenbilder, noch z. B. Dieter Roths „Literaturwürste“ waren je zum Verzehr geeignet.