Eat-Art – hier irrt der Duden

Bei Duden-Online steht zum Begriff Eat-Art die Definition: Kunstrichtung, die Kunstobjekte als Gegenstände zum Verzehr produziert.“
Das ist aber nicht ganz richtig.
Der Begriff Eat-Art wurde Ende der 60er Jahre von Daniel Spoerri geprägt, als Bezeichnung für Kunst aus Essbarem, bzw. die Auseinandersetzung mit den grundlegenden Prinzipien der Ernährung. „Seine Kunst umfasst Objektkunst und Prozess-Kunst, denn der aufgeklebte Moment ist nur ein Aspekt eines Gesamtzyklus, zu dem Leben und Tod, Verwesung und Wiedergeburt gehören.“ (http://www.spoerri.at/daniel-spoerri.htm)
Zwar hat er tatsächlich auch gekocht und Bankette (als Kunst-Events) ausgerichtet, aber weder seine Fallenbilder, noch z. B. Dieter Roths „Literaturwürste“ waren je zum Verzehr geeignet.