Passagen 2015 – Tag 1: Innenstadt und Belgisches Viertel

Seit 25 Jahren finden in Köln parallel zur Internationalen Möbelmesse die Passagen statt. In der ganzen Stadt sind an unterschiedlichsten Locations Design-Produkte, Möbel, Wohnaccessoires zu sehen.

Mein erster Weg führte mich ins Belgische Haus, aka Belgisches Generalkonsulat,  wo 24 Designer aus Brüssel unter dem Titel „Mad about Living“ ausstellen. Der Kontrast könnte nicht größer sein: Das Haus hat ein elegantes und stilvolles in Art Deco Interieur und die Ausstellung befindet sich in einer komplett abgerockten Baustelle. Roher Boden und teilweise aufgerissene Wände. Schöne Idee: Auf dem Boden ist in türkis der Grundriss einer Wohnung aufgezeichnet, auf den Wänden Türen und Küchenzeile.
Besonder gut gefielen mit die Lampen The Lovers von Frederik Delbart und das Bett Le lit (was sicher nicht für Bandscheibengeschädigte geeignet ist) von Linda Topic und Antonin Bachet.

[Im September 2015 soll das Generalkonsulat geschlossen werden. Was dann mit dem Haus geschieht ist bis jetzt noch unklar]

[Edit 2020: Seit 2019 ist es der Interimsstandort des Römisch-Germanischen-Museums. Das Belgische Generalkonsulat ist nach Berlin abgewandert. ]

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Wie die englische Musik in mein Leben kam

Ende der 6winstonfrancis0er, Anfang der 70er war einer meiner Onkel mit einer Frau zusammen, die bei EMI Electrola gearbeitet hat. Als sie einmal zu Besuch bei uns waren, bekam ich einen Packen Singels geschenkt. Ich war damals sechs oder sieben, hatte zwar schon die Musik für mich entdeckt, aber in der Welt der Popmusik war ich noch nicht bewandert. Mein Vater war nicht sehr  musikaffin, meine Mutter schon mehr, hörte Klassik und Schlager.
Damals war die Welt noch eine komplett andere, denn ich war Frühaufsteherin, meine Eltern Langschläfer und ich habe etliche Sonntagmorgen alleine im Wohnzimmer verbracht. Ich habe das geliebt, denn es war ein gefühlt selbstbestimmtes Leben in der Erwachsenenwelt. Ich habe gespielt, gemalt und Musik gehört. Entweder die Platten meiner Eltern oder Radio. Und da entdeckte ich die „englische Musik“.

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Essen mit Bedeutung – zum Forschungsprojekt von Francesca Zampollo

Die italienische Fooddesignerin Francesca Zampollo lehrt zur Zeit in Auckland und forscht aktuell zum Thema „Meaningful Food“ und macht dazu eine Umfrage in aller Welt. Sie hat mich via Kunststrudel aufgefordert, mich zu beteiligen und das habe ich sehr gerne getan.

Bedeutungsvolles Essen, Essen mit Bedeutung, Bedeutsames Essen, … hmm, erst einmal fiel mir nichts dazu ein. Dann begann ich über Geschmäcker und Essen in meiner Kindheit nachzudenken.

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Kreativmethoden aus dem Theaterproberaum

Anke von Heyl aka Kulturtussi hat eine Blogparade zum Thema Kreativmethoden eröffnet und dafür ihr Methoden-Schatzkästchen geöffnet. Bemerkenswert – werden diese Methoden doch gerne wie ein Geheimnis gehütet. Tatsächlich? Nach dem Motto „sharing is caring“ und wie Kerstin Hoffmann trefflich formuliert „Verschenke was Du weißt, verkaufe was Du kannst“, können wir Kreativarbeiter doch nur so voneinander profitieren.
Langsam fängt Fleisch

Da ich selber schon sehr von Ankes Methoden profitiert habe (ich sage nur ABC Listen – eine Offenbarung) möchte ich gerne ein paar für mich aufschlussreiche Erfahrungen aus dem Schauspieltrainig teilen.

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Als ich einmal mit Rembrandt in Krakau war

Ein Teil der Alten Pinakothek in München wird zwecks Renovierung über den Sommer geschlossen. Das war der Auslöser für diese fabelhafte Aktion: Das Selbstbildnis des jungen Rembrandt wird in die Sommerfrische geschickt. Jeder konnte sich bewerben, eine Kopie des Gemäldes mit auf seine Reise zu nehmen. Einzige Bedingung: Die Reise mit #MyRembrandt in den sozialen Netzwerken zu dokumentieren. Ich las davon, war sofort begeistert und bewarb mich. Sehr schnell bekam ich Antwort und nur wenig später kam Herr van Rijn bei mir an und wir konnten gemeinsam den Trip nach Krakau antreten.

Kleines Reisegepäck

Kleines Reisegepäck

Das Bild war dann doch etwas größer und schwerer als ich dachte und ich war froh, ihn in mein kleines Handgepäck zu kriegen. Am Flughafen hat man ihn gar nicht bemerkt.

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Übers fotografieren

Mit neun Jahren bekam ich meine erste Kamera. Ritsch Ratsch Klick  – die Älteren werden sich erinnern. Ab da habe ich mein unmittelbares Umfeld dokumentiert: mein Kinderzimmer, meine Eltern, Geburtstags- und Weihnachtsgeschenke, unseren Garten, unser Haus, unsere Straße.

Mein Vater hat auch immer schon fotografiert und wie es so seine Art war, immer akribisch und akkurat nach Lehrbuch. Er fotografierte allerdings nur die besonderen Dinge: Familienfeiern, Festtage und Urlaube.

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Best Blog Award : 11 Fragen, 1 Stöckchen

Ach sooooo geht das mit den Awards: man wird von einem freundlichen Menschen angesprochen und dann tackert man sich das Ding selber ins Blog! 😉

Nun denn, a Stöckchen again, welches ich von Wibke bekam.

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1. Wonach schmeckte Deine Kindheit?
Selbstgemachtes Eis aus der Tüte, Gulasch mit Rotkohl und Klößen, Hühnerfrikassee, Buttercremetorte, Streuselkuchen, Brötchen mit Butter und Salz, in Milchkaffee geditscht.

2. Feierst Du gern Deinen Geburtstag? Oder ist das ein Tag, der Dich eher gruselt oder gar lästig ist?
Sowohl als auch. Ich feier gerne, und lasse mich gerne feiern, aber es gibt Jahre, in denen ich mit dem älter werden hardere und damit nicht einverstanden bin. Dann verkrümel ich mich und mache irgendetwas besonderes  – alleine.

3. Tanzt Du gern? Und wenn ja: heimlich oder auch öffentlich?
Ja! #ArmeindieLuftwerf Egal, hauptsache die Musik geht mir in den Bauch.

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Meine Highlights 2013

Auf den Passagen als „Ausstellerin“ (Knochenjob) und das Design TweetUp.

Das museum für verwandte kunst hatte wieder zur Gruppenausstellung geladen. Das Thema: KUHBA. Ich schummelte einen Jungbullen in die Kuh-Ausstellung. Wie immer war es unglaublich faszinierend, beeindruckend und inspirierend, wie vielfältig und unterschiedlich die Ergebnisse sind, wenn 70 kreative Menschen zu einem Thema arbeiten.
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20 Dinge über mich

Und wieder trudelt ein Blogstöckchen duch die unendlichen Weiten. Diese kleine Nabelschau ist mir sehr willkommen, lese ich das bei anderen doch so gerne. Ich wollte schon klammheimlich das sorgsam abgelegte Stöckchen bei Christoph aufnehmen, als es mir dann Wibke an den Kopf warf.

1. Ich kann keine Holzlöffel ablecken. Da kräuselt sich bei mir alles. Eis am Stil ist auch problematisch. Wenn es auf das Holzstäbchen zugeht, muss ich das Eis vorsichtig mit den Zähnen abknabbern, oder es bleibt halt Resteis dran.

2. Ich kann anderen Menschen nicht beim Zähneputzen zusehen – auch nicht im Film oder Fernsehen. (ähnlich wie oben)

3. Ich finde, al dente ist überbewertet. Ich mag Gemüse am liebsten, wenn es durchgekocht ist, dann hat es nämlich auch viel mehr Geschmack.
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