Passagen 2026 – Materialexperimente, Nachhaltigkeit, und dies und das

Obwohl das Programm so geschrumpft ist, war ich in diesem Jahr nur zweimal auf den Passagen unterwegs: Einmal in Kalk und einmal in Ehrenfeld.

Das Machwerkhaus  in Kalk war eine echte Entdeckung für mich. So ein schöner Ort mit Hallen, Läden, Studios und Ateliers. Für mich hat es niederländisches Flair und im Sommer ist es da bestimmt noch hübscher.

Als erstes landete ich in der Halle von Freeters. Ein Kollektiv, dessen Produkte und Projekte zwischen Kunst, Architektur und Design oszillieren. Sie nennen sich Artistic Intelligence und das finde ich sehr passend und gelungen. Sie waren lange in Bonn und sind erst seit kurzem im Machwerkhaus. Was ich da gesehen habe, gefiel mir durchweg ALLES. Bei den Recherchen stieß ich auf den (Mit-) begründer Bernhard Zünkeler und einen sechsteiligen Film über ihn. Im letzten Teil geht es auch um Freeters. Und dann fiel mir ein, dass ich diesen Sechsteiler vor ein paar Jahren schon mal gesehen hatte.

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Passagen 2025 – Möbel- und Produktdesign

Nach der Corona Lücke und ein bis zwei Aussetzern war ich in diesem Jahr mal wieder auf den Passagen, ein Ausstellungs- und Veranstaltungskonzept für Möbel und Design in ganz Köln, das seit den 1990er Jahren immer parallel zur Internationalen Möbelmesse stattfindet.

Ich hatte mich über das sehr abgespeckte Programm gewundert: Waren es vor Corona über 200 Ausstellungsorte, waren es in diesem Jahr nur 100. Aber ich hatte nämlich gar nicht mitgekriegt, dass die Möbelmesse in diesem Jahr ausfiel. Der Branche geht es also auch schlecht.

Was mich bei den Passagen immer besonders interessiert ist, mal an besondere Orte zu kommen und wirklich Neues, Innovatives und Experimentelles zu entdecken. Ich finde es immer spannend zu sehen, womit sich Studierende beschäftigen und was in der Off-Szene passiert. Will sagen, die handelsüblichen Möbelgeschäfte interessieren mich nicht.

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Passagen – mein letzter Streich

Zeit- und Termintüddel haben dazu geführt, dass ich es nicht in die Südstadt geschafft habe. Eine kurzfristig abgesagte Verabredung hat es mir ermöglicht, doch noch meine ersehnten Experimente zu finden. 🙂

Im Atelier am Bahngleis stellt das Bunkerkollektiv aus. Eine Gruppe von KünstlerInnen und  DesignerInnen aus der Schweiz, den Niederlanden und Deutschland, die sich mit dem Raum des Bunkers als Nichtort in einem Workshop auseinandergesetzt haben. Es entstand ein Manifest, was der Ausgangspunkt für die Arbeiten und unterschiedlichen Interpretationen war. Der Bunker als Heterotopie.

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Passagen 2015, 2. Teil: Ehrenfeld

Designquartier Ehrenfeld, der Prenzlauer Berg von Köln, kreativer Meltingpot.
Die Erwartungen sind hoch.

GestaPassagen 2012, K18rtet bin ich der Körnerstraße, wo sich ein „Schnickschnack-Laden“ an den anderen reiht. Ein besonderer Ort ist das K18. Ein schmales baufälliges Haus, das sich in Instandsetzung befindet. Dennoch geöffnet und partiell in Betrieb. Hinter den beiden Fenstern im Erdgeschoss befindet sich immer eine Installation. 2012 waren es Tannenbäume, im letzten Jahr Hühner und in diesem Jahr …Federn … und Ventilatoren.

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Passagen 2015 – Tag 1: Innenstadt und Belgisches Viertel

Seit 25 Jahren finden in Köln parallel zur Internationalen Möbelmesse die Passagen statt. In der ganzen Stadt sind an unterschiedlichsten Locations Design-Produkte, Möbel, Wohnaccessoires zu sehen.

Mein erster Weg führte mich ins Belgische Haus, aka Belgisches Generalkonsulat,  wo 24 Designer aus Brüssel unter dem Titel „Mad about Living“ ausstellen. Der Kontrast könnte nicht größer sein: Das Haus hat ein elegantes und stilvolles in Art Deco Interieur und die Ausstellung befindet sich in einer komplett abgerockten Baustelle. Roher Boden und teilweise aufgerissene Wände. Schöne Idee: Auf dem Boden ist in türkis der Grundriss einer Wohnung aufgezeichnet, auf den Wänden Türen und Küchenzeile.
Besonder gut gefielen mit die Lampen The Lovers von Frederik Delbart und das Bett Le lit (was sicher nicht für Bandscheibengeschädigte geeignet ist) von Linda Topic und Antonin Bachet.

[Im September 2015 soll das Generalkonsulat geschlossen werden. Was dann mit dem Haus geschieht ist bis jetzt noch unklar]

[Edit 2020: Seit 2019 ist es der Interimsstandort des Römisch-Germanischen-Museums. Das Belgische Generalkonsulat ist nach Berlin abgewandert. ]

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Meine Highlights 2013

Auf den Passagen als „Ausstellerin“ (Knochenjob) und das Design TweetUp.

Das museum für verwandte kunst hatte wieder zur Gruppenausstellung geladen. Das Thema: KUHBA. Ich schummelte einen Jungbullen in die Kuh-Ausstellung. Wie immer war es unglaublich faszinierend, beeindruckend und inspirierend, wie vielfältig und unterschiedlich die Ergebnisse sind, wenn 70 kreative Menschen zu einem Thema arbeiten.
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Impressionen von der Designersfair / Passagen 2012

Sehr gut gefallen hat mir auf der Designersfair die Diplomarbeit von Nina Thöming, die sich mit der deutschen Brottradition auseinandersetzt.

 

 

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Aus langer Tradition heraus zählt die deutsche Brotkultur um die 300 verschiedene Brotsorten. Diese Brotvielfalt kennzeichnet maßgeblich die deutsche Esskultur. „Alles Ausser Altbacken“ wirft einen Blick auf die kulinarischen Besonderheiten der deutschen Regionen und präsentiert eine Produktfamilie rund ums Brot. Altbewährte traditionelle Produkte, wie keramische Brottöpfe und Brotbackformen werden „entstaubt“ und durch eine zeitgemäße Interpretation zum Leben erweckt. Die keramischen Formen bieten eine Alternative zum Brotbackautomat und machen das Selber-Brotbacken wieder zu einem persönlichen Handwerk. Angelehnt an alte Bäckertraditionen kann man mit einem Brotstempel dem selbstgebackenen Brot eine persönliche Note verleihen.

Anekdoten, Geschichten und regionaltypische Rezepte rund ums Brot werden in Text und Illustrationen beschrieben. Ein Herkunftscode kennzeichnet die Produkte und verweist auf die regionalen Wurzeln.

Absolut großartig ist die Tasche „Dockerbag“  von Pia Pasalk, die unter dem Label „Content & Container“ produziert. Die Tasche aus Rindsleder steckt in einem ausgedienten Mehlsack. Der Prozellanhenkel erinnert an den einer Kaffeekanne.

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Sehr amüsant sind auch die Buchstabenregale „Express your Shelf“ von der „Union der guten Dinge“ Man schiebt die Buchstaben seiner Wahl einfach auf die kombinierbaren Module.

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Upcycling bei Jack in the Box mit büromacht

Die Gesellschaftsgestalter von büromacht präsentieren bei jack in the box  die mmm: Messe der Meister von Morgen

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In Workshops täglich ab 14 Uhr werden Upcycler und Besucher gemeinsam mit Gästen aus Kunst, Design und Kultur Materialien erkunden, die Zukunft gestalten und Upcycling
Designen.

 

büromacht definiert und verbindet die Manufaktur (Upcycling) von JACK IN THE BOX e.V.,
die dort beschäftigten, erwerbsarbeitslosen Menschen (Upcycler) und das Material
(Upcyclable): Aus dem Ist-Zustand heraus werden Möglichkeiten, Perspektiven und Zukunft für den Verein und die dort Beschäftigten herausgearbeitet. Gleichzeitig verändert büromacht mittels Gesellschaftsgestaltung die (Selbst-)Wahrnehmung, Haltung und Handlung.

Edit: Dank des Hinweises von Thomas Kümmel, weiss ich nun auch, dass die „Messe der Meister von Morgen“ die Umdeutung einer DDR Einrichtung ist. Um so schöner!

 

#Passagen – Lesikon

Zum Schluss nochmal die Erwähnung eines meiner persönlichen Highlights: Die Präsentation des „Lesikon der visuellen Kommunikation“ (Hermann Schmidt Verlag) von Juli Gudehus bei Schaden.com

Juli Gudehus hatte jede einzelne der 3.000 Seiten an die Wand geklebt, was dieses wahnwitzige und beeindruckende Projekt, in dem 9 Jahre Arbeit stecken, sehr deutlich abbildet.

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Ich habe mich sehr gefreut, Juli endlich mal persönlich kennengelernt zu haben, bin ich doch schon lange ein Fan Ihrer Arbeit und beneide sie nun auch noch um diese sensationellen Stiefel.

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